Bahnbrechende HIV-Frühdiagnostik aus Jena

 

Alere Technologies GmbH feiert Zulassung des weltweit ersten Tests zur patientennahen HIV-Diagnostik bei Neugeborenen

 

Jena. Die Jenaer Alere Technologies GmbH feierte am 28. August den nächsten großen Erfolg in ihrer 17-jährigen Unternehmensgeschichte. Nach sieben Jahren intensiver Entwicklungsarbeit erhielt das mobile HIV-Testsystem "Alere q" die europäische Zertifizierung als zugelassenes Medizinprodukt. Diese bahnbrechende Technologie ermöglicht zukünftig die schnelle und überall verfügbare HIV-Diagnostik von Neugeborenen HIV-infizierter Mütter. Dadurch haben Mütter und Mediziner innerhalb weniger Stunden Gewissheit und können bei einer positiven Diagnose sofort mit der lebensrettenden Therapie der Säuglinge beginnen.

Der August 2015 markiert nicht nur einen Meilenstein für den Jenaer Medizinproduktehersteller, Alere Technologies GmbH; es ist auch der Beginn einer neuen Ära im weltweiten Kampf gegen das Humane Immundefizienz Virus (HIV), dem Auslöser von AIDS. Ab sofort ist mit dem "Alere q HIV-1/2 Detect" der weltweit erste Nukleinsäure-Test zur patientennahen HIV-Diagnose kommerziell erhältlich. In Verbindung mit dem Testgerät "Alere q" ermöglicht er eine zuverlässige und schnelle HIV-Diagnose Neugeborener, ohne die Notwendigkeit aufwändiger Laborinfrastruktur - ein entscheidender Fortschritt, besonders in den von der HIV-Epidemie am stärksten betroffenen Ländern südlich der Sahara. Aufgrund seiner geringen Größe ist "Alere q" überall und direkt vor Ort einsatzbereit.

Für die Mütter und ihre Neugeborenen wie auch für die behandelnden Ärzte bedeutet das neue, mobile Testverfahren einen wichtigen Zeitgewinn. Bislang betrug die Wartezeit bis zur Diagnose zwischen sechs Wochen und drei Monaten. Nun kann binnen Stunden nach der Geburt zunächst Entwarnung gegeben oder eine lebensrettende Therapieentscheidung getroffen werden. Die rasche Erkenntnis bietet zukünftig vollkommen neue Behandlungschancen: Je früher die antiretrovirale Therapie einsetzt, umso erfolgreicher ist sie. "Alere q HIV-1/2 Detect" kann einen wichtigen Beitrag leisten, die Lebenserwartung der jährlich 250.000 neu infizierten Kinder zu erhöhen.

"Wir sind unglaublich stolz darauf, mit "Alere q HIV-1/2 Detect" einen entscheidenden Beitrag zur weltweiten Verbesserung der HIV-Frühdiagnostik leisten zu können", erklärt Klaus Schindlbeck, Geschäftsführer und Standortleiter der Alere Technologies GmbH.

Die nationalen Gesundheitsbehörden in Mosambik und die Health Access Initiative der Bill-Clinton-Stiftung haben den "Alere q HIV-1/2 Detect" in den letzten Jahren intensiv getestet und setzen die neue Technologie bereits für die dezentrale frühkindliche Diagnose ein. Weitere Evaluierungen in mehreren afrikanischen Ländern sind ebenfalls im Gange.

"Solche Erfolge sind vor allem die Arbeit von hochqualifizierten, engagierten Mitarbeitern, die bei Alere beste Entwicklungsbedingungen vorfinden", so Schindlbeck weiter. Zum Dank an die Alere-Kollegen, welche das bahnbrechende Testsystem entwickelt haben, feierte er am 28. August 2015 den Erfolg zusammen mit den über 400 Mitarbeitern am Standort Jena. Mit einer Luftballonaktion machten Sie auf das neue System zur HIV-Diagnose aufmerksam: 250 Luftballons stiegen symbolisch für den globalen Dienst des "Alere q" in den Himmel. Ein Lichtblick im Kampf gegen das weltweit verbreitete HI-Virus.

 

Pressekontakt

 

Elisabeth Naumann

Alere Technologies GmbH

Löbstedter Str. 103-105

D-07749 Jena
Tel: 03641-3111-0
Fax: 03641-3111-120
Mail: elisabeth.naumann@clondiag.com

 

www.alere-technologies.com

www.alere.com

 

Über die Alere Technologies GmbH

Die Alere Technologies GmbH wurde 1998 von Wissenschaftlern aus akademischen Einrichtungen in Jena als Clondiag GmbH gegründet und ist seit 2006 Teil des amerikanischen Alere Konzerns (vormals Inverness Medical Innovations, Inc.). Alere Technologies beschäftigt am Standort Jena derzeit über 400 Mitarbeiter, welche sowohl in der Forschung als auch in der wissenschaftsbasierten Produktion von medizinischen Diagnosesystemen tätig sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung patientennaher und mobil einsetzbarer Technologien, die jedem eine selbstverantwortliche Diagnose ermöglichen sollen. Dabei hat sich das Unternehmen auf Testverfahren zur Erkennung von Infektionskrankheiten wie HIV und Tuberkulose spezialisiert. Sie ermöglichen durch die schnelle Diagnose eine rasche Therapie und die signifikante Verbesserung der Patientenversorgung.